3 März 2012
„In der rue de la Loi wird erst auf den Mann auf der Straße gehört, wenn er in großem Umfang die N-VA wählt.“ Mit diesen Worten machte Parteivorsitzender Bart De Wever den Slogan bekannt, mit dem die N-VA im Oktober in die Lokalwahlen geht: „Die Kraft der Veränderung“. Der Weiterbildungstag in Leuven bildete den Abschluss von „Traject 2012“, einer Reihe von Weiterbildungsmaßnahmen und inhaltlichen Fixpunkten, die den N-VA-Abteilungen die nötigen Instrumente an die Hand gaben, um ihr örtliches Programm und ihre Kampagne auszuarbeiten. Die Rede von Bart De Wever können Sie über nachstehenden Link lesen.
21 Februar 2012
Die N-VA-Fraktion in der Kammer ruft die Regierung Di Rupo dazu auf, das Haushaltsloch von über 2,5 Milliarden Euro mit wirklichen Einsparungen und Strukturreformen zu stopfen und nicht mit wieder neuen Steuern. Der heutige Haushalt umfasst nämlich bereits zu 80 % neue Steuern. Die sind besonders schädlich für die Wirtschaft und können hohe Arbeitsplatzverluste zur Folge haben. N-VA-Haushaltsspezialist Steven Vandeput hat ein Einsparungspaket in Höhe von 3,2 Milliarden Euro geschnürt. Damit werden 700 Millionen Euro freigemacht, die wiederum in Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze investiert werden können. Wir müssen schließlich nicht nur sanieren, sondern auch investieren und wachsen. Die Einsparungen hat die N-VA vor allem auf folgenden Gebieten gefunden: zeitliche Beschränkung des Arbeitslosengelds, Abschaffen des Wartegelds, langsameres Wachstum der Ausgaben für die Gesundheitspflege und eine intelligente Indexreform.
30 Januar 2012
Das fünfte Jahr in Folge verlieh die N-VA den „Ebenholzsporn“ an einen verdienstvollen neuen Flamen. Dieses Jahr geht die Ehrung an den Kardiologen Pedro Brugada. Brugada ist das beste Beispiel für eine perfekte Integration und eine absolute Autorität unter den Herzspezialisten. So hat er das Brugada-Syndrom entdeckt, eine Erkrankung, bei der die elektrische Aktivität des Herzens gestört ist, wodurch sich die Möglichkeit eines plötzlichen Herzstillstands erhöht. Eines der Steckenpferde von Brugada ist die Überalterung und ihr Einfluss auf die Bezahlbarkeit des Gesundheitswesens. Als Katalane und Flame ist Pedro Brugada darüber hinaus sehr gut mit den Begriffen Nationalität, Identität und Migration vertraut. In den letzten Jahren ging der Ebenholzsporn bereits an die Athletin Svetlana Bolshakova, den Chirurgen Nasser Nadjmi, den Boxer Sugar Jackson und an Gilbert Nyatanyi.
11 Januar 2012
Bei der Haushaltskontrolle im Februar sind mindestens 2,7 Milliarden Euro erforderlich und nicht 850 Millionen. Die N-VA geht bei diesen Berechnungen von den Fragen Europas, dem langsameren Wachstum und den Fehlern im Haushalt aus. Europa sagte vorige Woche, dass der föderale Haushalt 2012 nicht stimmen würde. Das Einfrieren der 1,3 Milliarden wird von Europa nur als Zwischenlösung akzeptiert. Das wird deshalb bei der Haushaltskontrolle in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden müssen. Dazu kommt noch das langsamere Wirtschaftswachstum. Auch dagegen sind Maßnahmen erforderlich. Laut N-VA ist die Europäische Kommission zu Recht besorgt. Der föderale Haushalt wurde nicht aufgestellt, um weniger als drei Prozent Defizit zu erzielen. Die Partei ruft die Regierung deshalb dazu auf, so schnell wie möglich einen geänderten Haushalt einzureichen, der von realistischen Parametern ausgeht. Vor allem Einsparungen bei den Ausgaben sind nötig, also keine zusätzlichen Steuern.
16 Dezember 2011
Die N-VA bezeichnet die Pensionsreform von Minister Van Quickenborne als Schritt in die richtige Richtung. Die Partei bedauert allerdings, dass diese Reform – im Gegensatz zu den Erklärungen des Ministers in den Medien – scheinbar nicht für alle Menschen gilt. „Wenn wir unseren Wohlstand sicherstellen wollen, müssen wir alle etwas länger arbeiten. Das begreifen die Menschen gut, vorausgesetzt, dass dies auf gerechte Weise geschieht und alle mitmachen“, so die N-VA. Die Partei wird im Parlament keine Verzögerungstaktik anwenden, fordert jedoch, dass der Minister eine vernünftige parlamentarische Debatte über diese Reform ermöglicht. Im Moment sieht es so aus, als dürften bestimmte Bestandteile der Reform nicht ans Tageslicht kommen.
27 November 2011
Der N-VA-Vorsitzende Bart De Wever findet die Haushaltsvereinbarung der Regierungsunterhändler besonders verhängnisvoll. Sie beruht nämlich zu zwei Dritteln auf zusätzlichen Steuern und nur zu einem Drittel auf tatsächlichen Einsparungen. Damit tun die Parteien am Verhandlungstisch genau das Umgekehrte von dem, was Europa fordert. Die schweren Lasten, die den Unternehmen auferlegt werden, drohen die Wirtschaftskrise noch zu verschlimmern. Die Folge werden Arbeitsplatzverluste sein. Die bitter nötigen Strukturreformen sind obendrein ein dürres Ergebnis und werden auf die nächste Regierung abgeschoben. Di Rupo I wird demzufolge eine Regierung mit einer flämischen Minderheit, die hauptsächlich neue Steuern einführt, die zu einem großen Teil von den Flamen bezahlt werden.
23 November 2011
Aus diesen Regierungsverhandlungen kann niemals eine gute Vereinbarung hervorgehen. Eine Verteilung der Haushaltslasten auf eine Weise, dass im Wesentlichen Steuererhöhungen und kaum strukturelle Einsparungen erfolgen, ist vollkommen verantwortungslos und steht in krassem Gegensatz zu den europäischen Empfehlungen. Angesichts des Ernstes der Wirtschaftslage ist die N-VA deshalb bereit, um mit Christdemokraten und Liberalen eine sozioökonomische Notregierung zu bilden. Diese Regierung, deren Programm die Sanierung der Staatsfinanzen durch Umsetzung der europäischen Empfehlungen ist, müsste besonders schnell gebildet werden. In der Zwischenzeit kann parallel dazu an den Details einer gründlichen Reform gearbeitet werden, die dieses Land endlich finanziell und institutionell in Ordnung bringt.
27 Oktober 2011
Die N-VA hofft, dass es die erzielte Einigung beim EU-Gipfel schafft, die Finanzmärkte zu beruhigen und die Krise in der Eurozone energisch anzupacken. Das ist entscheidend für die Erholung unseres Finanz- und Wirtschaftssystems und somit für das Wohlergehen unserer Bevölkerung. Wir rufen alle politischen Parteien in Belgien auf, jetzt so schnell wie möglich die sechs europäischen Empfehlungen vollständig umzusetzen. Ordnung im eigenen Land zu schaffen, ist nämlich dringend nötig, um unsere Glaubwürdigkeit innerhalb der EU zu verbessern. Alle europäischen Länder sind intensiv damit beschäftigt, diese Empfehlungen umzusetzen, um ihren Wohlstand und ihre soziale Sicherheit strukturell zu verankern. Wenn Belgien nichts tut, werfen wir unseren Wohlstand zum Fenster hinaus.
26 September 2011
Die flämische Regierung hält mit dem Entwurf des Haushalts 2012 die flämische Kasse auf Kurs: Auch 2012 wird Flandern einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen können. Der Haushaltsentwurf 2012 bestätigt, dass die Sparmaßnahmen in Höhe von 2 Milliarden Euro oder 8 Prozent des flämischen Haushalts, die in den letzten Jahren gehandhabt wurden, die richtige Entscheidung waren. Außerdem kann die flämische Regierung bereits für 230 Millionen Euro neue Politiken auf den Weg bringen. Wir haben dabei zwei wesentliche Pfeiler im Auge: die flämische Wirtschaft und die flämischen Familien. Um die Wirtschaft zu unterstützen, investiert Flandern – wie von Europa gefordert – in Forschung und Entwicklung, Infrastruktur, Bildung und Beschäftigung. Um die Familien zu unterstützen, stellt Flandern neben der Kinderprämie auch Geld für Wohlbefinden, Kinderbetreuung und Behinderte zur Verfügung. So baut die N-VA an einem starken und zugleich sozialen Flandern.
15 September 2011
Die flämischen Parteien CD&V und Open Vld haben sich dafür entschieden, auf der Grundlage des Di-Rupo-Berichts weiterzuverhandeln und die N-VA im Stich zu lassen. Wieder einmal droht, dass sie die flämische Forderung nach Veränderung unbeachtet lassen. Im besten Fall erreichen sie eine Staatsreform, die alles noch komplizierter macht, mit unvorstellbaren Zugeständnissen in Brüssel und dem Rand um die Hauptstadt sowie einer Wirtschaftspolitik, die alle europäischen Empfehlungen in den Wind schlägt. Aber es gibt eine Alternative. Lassen Sie uns als Flamen doch endlich einmal am selben Strang ziehen. Lassen Sie uns kurzfristig im föderalen Parlament Mehrheiten suchen, um die europäischen Empfehlungen eben doch umzusetzen: sparen anstatt zu besteuern, reformieren anstatt Pfuscharbeit zu leisten. Und lassen Sie uns gemeinsam anstelle der institutionellen Flickschusterei einen anderen Weg einschlagen. In Flandern gibt es eine beträchtliche Mehrheit für den Konföderalismus. Die sollten wir nutzen. Sowohl Flamen als auch Französischsprachige werden davon profitieren. Mit flämischer Zusammenarbeit können wir uns noch immer aus dieser Krise befreien. Die N-VA streckt weiter die Hand aus.